Geschichtliches

Sektionsleiter seit 1970

  • 1970 - 1974 Hauptmann DECHANT
  • 1975 - 1982 Oberst LANGECKER
  • 1983 - 1983 Oberst PILCH
  • 1984 - 1996 Oberst i.R. LANGECKER
  • 1997 - 2012 Vizeleutnant TAUBER
  • seit 2012      Oberstleutnant BLAHA, MSc

Entstehung der Schießstätten in Stammersdorf

Im Jahre 1866 befand sich das Österreichische Armeeoberkommando im Magdalenenhof. Am Fuße des Bisamberges wurden 4 Schanzen gegen den Einfall der Preußen errichtet. Nördlich des Ortes Stammersdorf wurden Schießstätten angelegt, die in beiden Weltkriegen verbessert und erweitert wurden. ("Floridsdorf von A - Z" von R.Hinkel und K. Landsmann, ISBN 3-85447-724-4)

Schon im 13. Jhdt. wurden die Ausbildung und Übung der wehrhaften Bürger im Schützenwesen (anfänglich im Bogenschießen, nach Erfindung des Schießpulvers auch Feuerwaffen) von Städten und Herrschern gefördert. Auch in diesem Gebiet soll es so gewesen sein. Unter Kaiser Maximilian I. (1459-1519) wurde die Errichtung von Schießstätten gesetzlich vorgeschrieben, und auch noch unter Kaiser Franz Josef I. sehr gefördert.

Definitiv nachweislich wurden die ersten Schießstätten in Verbindung mit Schanzarbeiten in der Gegend Floridsdorf Stammersdorf Bisamberg 1866, nach der verlorenen Schlacht gegen die preußische Armee bei Königgrätz, errichtet.

Durch die strategisch besonders günstige Lage wurde Stammerdorf desöfteren von Feldherren als Ausgangs- und Sammelpunkt für Unternehmungen gegen die Reichshauptstadt, oder als Aufmarschgebiet gegen einfallende Feinde auserwählt. So ist es nicht verwunderlich, dass diese Ortschaft in beiden Türkenkriegen (1529 und 1683) niedergebrannt bzw. die Bevölkerung umgebracht oder verschleppt wurde.

Auch im 30jährigen Krieg (1618-1648) diente Stammersdorf dem schwedischen Feldherrn Leonhard Torstenson als Hauptquartier und dieser ließ es 1644 als Raub der Flammen und total verarmt zurück.

Die derzeitige Schießstätte in den Falkenbergen, am oberen Ende der Luckenholzgasse, wurde ungefähr Mitte der 1920er Jahre errichtet. Nach 1938 wurde die Schießanlage in Verbindung mit dem Bau der jetzigen Van Swietenkaserne (damals Artilleriekaserne jetzt Heeresspital) erweitert. Heute dient sie dem Österreichischen Bundesheer und war auch bis Anfang der 80er Jahre Heimat der Sektion Schiessen. Durch Zukauf von Parzellen kam es zur Errichtung der jetzigen Landeshauptschießstätte Wien.